BAUEN

Baurechtliche Verfahren

(alle Formulare siehe unten)

Dienstleistungen und Zuständigkeiten

Die Errichtung, Änderung und Nutzungsänderung baulicher Anlagen ist zunächst grundsätzlich genehmigungspflichtig, der Abbruch bestimmter baulicher Anlagen anzeigepflichtig.

Ausnahmen von der grundsätzlichen Genehmigungs- bzw. Anzeigepflicht sowie erste Informationen, Ansprechpartner und die erforderlichen Formulare finden Sie in den nachfolgenden Bereichen.

Bauvoranfrage

Bestehen Zweifel, ob die von Ihnen beabsichtigte Baumaßnahme auf dem dafür vorgesehenen Grundstück genehmigungsfähig ist, können Sie einen Antrag auf Erteilung einse Vorbescheides stellen. Dieser kann sowohl planungsrechtliche als auch konkrete bauordnungsrechtliche Fragen beinhalten.

Für eine Voranfrage sind nur die zur Beantwortung der Fragestellung notwendigen Unterlagen einzureichen. Hiermit können Sie sich finanzielle Aufwendungen ersparen, da im Gegensatz zum Bauantrag nicht sämtliche Bauvorlagen (z.B. Standsicherheitsnachweis) eingereicht werden müssen.

Bitte beachten Sie, dass ein positiver Vorbescheid keinesfalls eine Baugenehmigung ersetzt.

Die rechtliche Grundlage basiert auf § 77 BauO NRW.

Einfaches Genehmigungsverfahren

Dieses Verfahren betrifft vornehmlich die Errichtung und Änderung von Wohngebäuden. Im Rahmen eines einfachen Verfahrens prüft der FD 3-63 Bauordnung nur einen Teil der baurechtlichen Vorschriften. Die Einhaltung des übrigen materiellen Baurechts ist verstärkt von Ihrem Architekten und weiteren Sachverständigen (z.B. Statikerin oder Statiker) sicherzustellen. Hier der Antrag.

Die rechtliche Grundlage basiert auf § 64 BauO NRW.

Baugenehmigungsverfahren

Dieses Verfahren wird bei der Errichtung und Änderung von Sonderbauten (z.B. Hochhäuser) durchgeführt. In einem solchen Verfahren findet eine umfassende bauaufsichtliche Prüfung statt, wofür unter anderem die Vorlage eines Brandschutzkonzeptes zwingend erforderlich ist. Hier der Antrag.

Die rechtliche Grundlage basiert auf §§ 50, 65 BauO NRW.

Genehmigungsfreistellung

Das Freistellungsverfahren findet auf privilegierte Vorhaben Anwendung, für deren Errichtung oder Änderung unter bestimmten Voraussetzungen keine Baugenehmigung benötigt wird. Hierzu gehören Wohngebäude der Gebäudeklassen 1 bis 3, sonstige Gebäude der Gebäudeklassen 1 und 2 sowie jeweils deren Nebengebäude und Nebenanlagen.

Voraussetzung ist, dass das Vorhaben im Geltungsbereich eines Bebauungsplans liegt, die Erschließung gesichert ist und keine Ausnahme, Befreiung oder Abweichung erforderlich ist.

Die für das Vorhaben zu erstellenden Bauvorlagen sind dem Bauordnungsamt einzureichen. Mit dem Bauvorhaben darf einen Monat nach Vorlage der erforderlichen Unterlagen bei der Gemeinde begonnen werden, sofern die Gemeinde der Bauherrschaft nicht vor Ablauf dieser Frist schriftlich mitteilt, dass ein Genehmigungsverfahren durchgeführt werden soll oder sie eine Untersagung nach § 15 Absatz 1 Satz 2 Baugesetzbuch beantragen wird.  Hier der Antrag.

Die rechtliche Grundlage basiert auf § 63 BauO NRW.

Genehmigungsfreie Vorhaben

Für bestimmte bauliche Anlagen besteht keine Genehmigungs- bzw. Anzeigepflichtpflicht. Bitte beachten Sie, dass die Genehmigungsfreiheit nicht von der Verpflichtung zur Einhaltung der Anforderungen, die durch öffentlich rechtliche Vorschriften an Anlagen gestellt werden, entbindet. Ebenso bleiben die bauaufsichtlichen Eingriffsbefugnisse unberührt!

Die Errichtung folgender baulicher Anlagen ist genehmigungsfrei:

  • Gebäude bis zu 75 m³ umbauten Raum, zum Beispiel ein Gartenhaus ohne Aufenthaltsräume, Ställe, Toiletten oder Feuerstätten
  • Garagen einschließlich überdachter Stellplätze mit einer mittleren Wandhöhe bis 3,00 m und einer 30 m² Brutto-Grundfläche
  • Einfriedungen bis 2,00 m
  • Terrassenüberdachungen bis zu 30 m² in einer Tiefe bis zu 4,50 m
  • Anlagen der Gartengestaltung (Pergola, Sitzbank)
  • nicht überdachte Fahrzeugabstellplätze bis zu 100 m²
  • nicht überdachte und überdachte Fahrradabstellplätze bis zu 100 m²

Ebenso können folgende Anlagen genehmigungs- und anzeigefrei abgebrochen werden:

  • freistehende Gebäude der Gebäudeklasse 1 bis 3
  • alle vorgenannten baulichen Anlagen, die genehmigungsfrei errichtet werden dürfen
  • sonstige Anlagen, die keine Gebäude sind, mit einer Höhe bis zu 10 m

Rechtliche Grundlage: § 62 BauO NRW 2018.

Gebäudeklassen

Die Landesbauordnung teilt Gebäude in sogenannte Gebäudeklassen ein. Die Einteilung richtet sich nach der Art, der Höhe und der Fläche des Gebäudes. Bedeutung hat diese Einteilung vor allem für den baulichen Brandschutz. Grundsätzlich gilt: Je höher die Gebäudeklasse, desto höher sind die Anforderungen an den Brandschutz.

Die einzelnen Gebäudeklassen können folgender Übersicht entnommen werden:

Gebäudeklassen (GK)

GK 1
Freistehende Gebäude
Höhe bis zu 7 m
nicht mehr als zwei Nutzungseinheiten
insgesamt nicht mehr als 400 Quadratmeter
Freistehende land- oder forstwirtschaftlich genutzte Gebäude

GK 2
Gebäude
Höhe bis zu 7 m
nicht mehr als zwei Nutzungseinheiten
insgesamt nicht mehr als 400 Quadratmeter

GK 3
sonstige Gebäude
Höhe bis zu 7 m

GK 4
Gebäude
Höhe über 7 m und bis zu 13 m
Nutzungseinheiten nicht mehr als 400 Quadratmeter

GK 5
sonstige Gebäude
unterirdische Gebäude

Gesetzliche Grundlage ist § 2 Abs. 3 BauO NRW.


Öffnungszeiten:

Dienstag 08:00 – 12:00 Uhr
Donnerstag 08:00 – 12:00 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr

Ansprechpartner Bauvoranfrage, Bauanträge:

Aegidienberg:
Frau Karin Reinprecht, Tel. 02224 – 184 211, E-Mail:

Bad Honnef Nord (nördlich Menzenberger Straße/Linzer Str./Hauptstr.):
Frau Julia Hohendorf, Tel. 02224 – 184 237, E-Mail:

Bad Honnef Süd (südlich Menzenberger Straße/Linzer Str./Hauptstr.):
Herr Ralf Hillen, Tel. 02224 – 184 227, E-Mail:

Ansprechpartner Bauakteneinsicht, Baulastenauskunft:

Frau Yvonne Behr, Tel. 02224 – 184 229, E-Mail:
Frau Birgit Solzbacher, Tel. 02224 – 184 109, E-Mail:


Bauordnung

Harald Stange
Fachdienstleiter
Rathausplatz 1
53604 Bad Honnef
Tel.: 02224/184-239