Berufswunsch Kindertagespflegeperson? Stadt bietet unverbindliche Beratung an

Kindertagespflege hat in der Stadt Bad Honnef eine lange Historie: sie ist ein gleichrangiges Angebot in der Kinderbetreuung und ergänzt das Spektrum der Kindertagesstätten. Auch in diesem Jahr sucht die Stadt wieder Personen, die über eine Tätigkeit als Tagesmutter oder Tagesvater nachdenken. Welche Voraussetzungen es für die Aufgabe gibt und wie die Stadt die Kindertagespflegepersonen unterstützt, wird in einer unverbindlichen Beratung im Jugendamt der Stadt Bad Honnef erklärt.

Tagesmütter und Tagesväter betreuen in der Kindertagespflege insbesondere Kinder in den ersten drei Lebensjahren bis zum Besuch einer Kindestagesstätte. In der Regel findet die Betreuung im Haushalt der Kindertagespflegeperson in kleinen Gruppen von höchstens fünf Kindern statt und man spricht deshalb bei der Kindertagespflege auch von einer „familiennahen Kindererziehung“.

„Wir haben derzeit 17 Kindertagespflegepersonen im Stadtgebiet, aber die Nachfrage an Betreuungsplätzen in der Kindertagespflege steigt stetig. Denn Kindertagespflege ist eine unglaublich spannende und auch schöne Aufgabe, die über die Betreuung der Kinder hinausgeht. Als Kindertagespflegeperson begleitet man die Kinder in der Entwicklung, unterstützt die Kinder in ihrer Entfaltung und arbeitet dabei eng mit den Eltern zusammen“, erklärt Dr. Christiane Chadasch, Leiterin des Jugendamtes der Stadt Bad Honnef: „Als Kindertagespflegeperson arbeitet man in der Regel zuhause und kann dort auch die eigene Familie in den Berufsalltag integrieren. Dabei ist der intensive Kontakt in einer kleinen Gruppe für viele Kinder in den ersten Lebensjahren und auch für die Tagespflegepersonen eine ganz besondere Erfahrung.“

Unterstützung halten Kindertagespflegepersonen durch die Stadt Bad Honnef. So bietet das „Netzwerk Kindertagespflege und KiTa“ die Möglichkeit des regelmäßigen Austauschs. Auch bei fachlichen Fragen zur Betreuung oder Förderung eines Kindes steht das Jugendamt den Kindertagespflegepersonen zur Seite. So werden Kindertagespflegepersonen häufig nicht von den Eltern bezahlt, sondern erhalten ihren Arbeitslohn von der Stadt, an welche die Eltern wiederum sogenannte Elternbeiträge abhängig vom Einkommen der Eltern zahlen. Dies ermöglicht auch Eltern mit einem niedrigeren Haushaltseinkommen die Nutzung einer Kindertagespflegeperson, während die Kindertagespflegeperson ein stabiles und planbares Einkommen erzielen kann. Zugleich erteilt das Jugendamt auch die für eine Kinderbetreuung erforderliche Pflegeerlaubnis, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Eine Pflegeerlaubnis braucht, wer Kinder gegen Entgelt mehr als 15 Stunden in der Woche und länger als drei Monate betreuen will. „Welche Voraussetzungen es gibt und wie der Einstieg in die Kindertagespflege gelingt, das erklären wir in einer unverbindlichen und vertrauensvollen Beratung“, erklärt Dr. Christiane Chadasch: „Kindertagespflege ist eine schöne und auch eine erfüllende Aufgabe. Wer daran Interesse hat, darf sich jederzeit bei uns melden.“

Anfragen zum Einstieg und zu den Voraussetzungen in die Kindertagespflege beantwortet Frau Beatrix Schulte vom Jugendamt der Stadt Bad Honnef unter Telefon 02224 / 184-192 oder E-Mail an beatrix.schulte@bad-honnef.de .