Informationen zur Baum- und Waldschutz
In Bad Honnef spielt das Thema „Grün“ eine ganz besondere Rolle. Zwischen Naturpark Siebengebirge und dem Rhein gelegen, verfügt die Stadt über eine bevorzugte Lage und ein besonders mildes Klima. Sie zählt mit über 60 Prozent Waldanteil an der Stadtfläche zu den waldreichen Städten. Darüber hinaus gibt es in Bad Honnef (Tallage) viele „exotische Bäume“. Diese sind auf die weitläufigen Parks und Grünanlagen zurück zu führen, die größtenteils im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts entstanden sind. Damals war es Mode, „exotische Bäume“ als Solitäre in Parks zu pflanzen. Aus diesem Grund ist die Stadt von einem nennenswerten Baumbestand geprägt, der bereits seit 1994 durch eine Baumschutzsatzung geschützt ist.
Aber nicht nur Privatbäume, sondern auch die städtischen Park- und Straßenbäume, sind in Bad Honnef geschützt. So sind alle städtischen Bäume in einem Baumkataster erfasst und werden regelmäßig kontrolliert und gepflegt.
Weitere Informationen zu Ausnahmen, Befreiungen und Ersatzpflanzungen finden Sie in der Baumschutzsatzung der Stadt Bad Honnef.
Der Großteil der Bäume befindet sich jedoch in unseren umliegenden Wäldern. Das Stadtgebiet umfasst den südlichen Teil des Naturschutzgebiets und Naturparks Siebengebirge. Der Waldbesitz ist wie folgt verteilt:
Von den etwa 3.000 Hektar Waldfläche auf dem Gebiet der kommune besitzt die Stadt rund 1.200 Hektar. Der ehemalige Honnefer Stadtwald befindet sich im süd-östlichen Teil des Naturschutzgebietes Siebengebirge zwischen der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz im Süden und Königswinter-Ittenbach im Norden. Hinzu kommt der ehemalige Gemeindewald Aegidienberg, westlich und östlich der Autobahnabfahrt Bad Honnef-Linz an der Autobahn A 3.
Weitere wesentliche Waldbesitzer sind das Land Nordrhein-Westfalen (Staatswald) mit 21% Waldbesitz sowie unzählige private Waldbesitzer mit insgesamt 37% Waldbesitz, wobei der Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS) den größten Anteil hält.
Die Bewirtschaftung des Stadtwalds ist multifunktional ausgerichtet. Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion finden gleichzeitig auf derselben Fläche statt. Als ein wesentliches Ziel gilt die Erhaltung beziehungsweise Schaffung eines ökologisch stabilen Waldes, der eine nachhaltige Erzeugung des Rohstoffes Holz unter Bewahrung der Leistungsfähigkeit der Waldstandorte gewährleistet. Als Teil der einmaligen Landschaft des Siebengebirges wird der Erholungsfunktion eine hohe Bedeutung beigemessen. Hinzu kommt die Sicherung des Naturhaushaltes einschließlich der artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Bereits seit 1991 praktiziert die Stadt Bad Honnef eine naturnahe Waldwirtschaft. Das Konzept orientiert sich an natürlichen Abläufen im Wald und bemüht sich, die Wirkungen des Naturgeschehens in den Dienst der Waldwirtschaft zu stellen. Kahlschläge werden dabei vermieden. Im sogenannten Dauerwald wachsen mehrere Baumgenerationen nebeneinander und eine natürliche Verjüngung der Bestände wird bevorzugt und gefördert. Die dadurch entstandenen und entstehenden Waldbilder laden auch zu erholsamen Spaziergängen ein.
Seit 2003 ist der städtische Waldbesitz nach den Richtlinien der PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification) zertifiziert. Durch die Zertifizierung wird einerseits eine ökologische und schonende Waldbewirtschaftung sichergestellt und andererseits die Absatzchancen für das bereitgestellte Holz verbessert, da immer mehr Endnutzer Wert auf den Nachweis eines ökologischen und nachhaltig produzierten Produkts legen.
Flyer für die Rechtsprobleme an der Gartengrenze


