Nachhaltigkeit

Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit


  • Bildung für nachhaltige Entwicklung als Standortfaktor

    Bereits im Jahr 2010 hat der Rat der Stadt Bad Honnef auf Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses die Bildung für nachhaltige Entwicklung zum Leitbild der Stadt erklärt und die Verwaltung damit beauftragt ihre Aktivitäten zur Verankerung und Sichtbarmachung von Bildung für nachhaltige Entwicklung auf lokaler Ebene weiter zu entwickeln und fortzuführen.

    Dem unermüdlichen Engagement und Ideenreichtum kommunaler und ziviler Akteure ist es zu verdanken, dass die Stadt Bad Honnef in der Vergangenheit mehrfach als Stadt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet wurde und in der Arbeitsgruppe der UN-Dekade-Städte aktiv war.

    Im Jahr 2011 unterzeichnete die Bürgermeisterin der Stadt Bad Honnef die Erklärung der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der UN-Dekade Städte um Bildung für nachhaltige Entwicklung als Querschnittsaufgabe in den Leitbildern und Strategieplänen der Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung zu verankern. Diese Erklärung wurde zum Meilenstein auf internationaler, nationaler und kommunaler Ebene. Sie verhalf vielen Initiativen ihre Modellhaftigkeit herauszuarbeiten und vom Projekt zur Struktur zu gelangen.

    Im Jahr 2015 begrüßte Bürgermeister Otto Neuhoff gemeinsam mit den Bürgermeistern der ehemaligen UN-Dekade Städte das UNESCO-Weltaktionsprogramm der Bildung für nachhaltige Entwicklung und sprach sich für eine Mitgliedschaft der Stadt Bad Honnef im Partnernetzwerk der BNE Kommunen des Weltaktionsprogramms aus.

    Am 11. April 2016 unterzeichneten die Stadt Bad Honnef, das Abwasserwerk der Stadt Bad Honnef, die Bad Honnef AG und die IUBH Internationale Hochschule eine gemeinsame Absichtserklärung zur Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung auf lokaler Ebene und gründeten das Netzwerk „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“.

    Ziel der Kooperation ist es, Bad Honnefer Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des UNESCO Weltaktionsprogramms (WAP) über die drängenden Ressourcenfragen unserer Zeit zu informieren und die Kompetenz der Zivilgesellschaft als Change Agent zu fördern. Damit nimmt das Vorhaben Bezug zu Handlungsfeld 5 des UNESCO Weltaktionsprogramms der Bildung für nachhaltige Entwicklung und zu insbesondere Ziel 4 (Hochwertige Bildung) und weiteren Zielen der im Rahmen der Agenda 2030 vereinbarten 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDG`s).

    Die Kooperationspartner bauen mit ihrer Netzwerkarbeit auf die in den vergangenen Jahren mehrfach von der Deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnete Bildungsarbeit der Stadt Bad Honnef, des Abwasserwerkes der Stadt Bad Honnef und der Bad Honnef AG im Rahmen der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014 auf.

    So wollen Bürgermeister Otto Neuhoff, Jens Nehl und Georg Ummenhofer gemeinsam mit Verwaltungsangestellten unterschiedlicher kommunaler Ressorts und Professoren der IUBH internationale Hochschule in Zukunft mehr kompetenzorientierte Bildungsangebote entwickeln. Dies erfolgt auf der Grundlage der drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales und dem BNE Bildungskonzept der Gestaltungskompetenz. Inhaltlich fokussieren sie dabei die Handlungsfelder Klima, Energie, Wasser, Natur und Ressourcenschutz und kulturelle Vielfalt. Zur fachlichen Beratung und Koordination des Netzwerkes wurde Maria-Elisabeth Loevenich bestimmt.

    Seither arbeitet das Netzwerk aktiv an der Erarbeitung von BNE Lehr- und Lernmaterialien für den formellen, informellen und non-formalen Bildungsbereich, entwickelt BNE-Projekte und bietet Bildungsverantwortlichen und der interessierten Öffentlichkeit regelmäßig Fortbildungen, Workshops und die Beteiligung an öffentlichkeitswirksamen BNE-Aktionen an.

    Im Jahr 2017 trat das Netzwerk gemeinsam mit den Kernschulen der Steuerungsgruppe der Landeskampagne „Schule der Zukunft-Bildung für Nachhaltigkeit NRW“ des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und des Ministeriums für Klimaschutz-, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen bei.

    Die Stadt Bad Honnef wurde am 27. November 2017 für seine Innovationskraft und vorbildliche Zusammenarbeit zur Umsetzung der Ziele des UNESCO Weltaktionsprogramms der Bildung für nachhaltige Entwicklung WAP BNE im bcc Berlin vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen UNESCO Kommission als Kommune des WAP BNE ausgezeichnet.

    Am 10.10.2019 beschloss der Rat der Stadt die Resolution „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ und unterstützt damit die Fortsetzung der Arbeiten im Rahmen des Netzwerkes „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“.

    Bad Honnef auf der bundesweiten BNE-Akteurskarte: https://www.unesco.de/bildung/bne-akteure/stadt-bad-honnef-stadt-der-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung

    Das Positionspapier der Nationalen Plattform BNE finden Sie hier.


  • Bildung für nachhaltige Entwicklung 2030

    Als Folgeprogramm des Weltaktionsprogramms (WAP) betont das Folgeprogramm BNE 2030 die Rolle von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für die globale Nachhaltigkeitsagenda und verdeutlicht, welchen Beitrag BNE zu jedem einzelnen der nachhaltigen Entwicklungsziele leisten kann.

    BNE wird dabei als zentrale Weichenstellung in der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele verstanden. „BNE 2030“ setzt jedoch auch neue inhaltliche Schwerpunkte: transformatives Handeln, strukturelle Verankerung und technologische Zukunft bilden die Grundlage für eine Weiterentwicklung in den kommenden zehn Jahren. Als angestrebtes Ziel wird die durch BNE bei allen Beteiligten erreichte Handlungs- und Gestaltungskompetenz benannt, um eine nachhaltigere und gerechtere Zukunft zu gestalten.

    Das Programm betont die Forderung nach einer verstärkten Verknüpfung von nachhaltiger Entwicklung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Im Sinne eines ganzheitlichen Bildungsverständnisses erweisen sich demnach Hochschulen, Schulen, Kindertagesstätten, Familienzentren und andere außerschulische Bildungseinrichtungen sowie weitere Kooperationspartner aus Verwaltung, Unternehmen und Institutionen als die wesentlichen Akteure in den Kommunen.

    Bildungs- und Betreuungseinrichtungen zum Beispiel gestalten Bildungs- und Erziehungsprozesse in eigener Verantwortung und haben Schulen wichtige Funktionen als Institutionen im Gemeinwesen. Sie tragen maßgeblich zum Erwerb von Wissen, Kompetenzen und Werten bei. Hier lassen sich ein zukunftsfähiges Miteinander gestalten und Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung leisten. Daher sind die Erfahrungen, die Lernende in den Einrichtungen machen, maßgeblich für den Aufbau von Demokratie- und Nachhaltigkeitsorientierungen. Von der Unterstützung durch die Kommunen hängt wesentlich ab, ob ihre Bildungs- und Betreuungseinrichtungen den Weg zu nachhaltigen Einrichtungen im kommunalen Umfeld erfolgreich beschreiten können. Besondere Chancen bestehen dann, wenn allgemeinbildende und berufs-bildende Schulen sich öffnen, außerschulische Lernorte und Lerngelegenheiten einbeziehen und Kooperationen mit außerschulischen (Bildungs-) Akteuren eingehen. Es gilt dabei auch die kommunalen Bildungslandschaften einschließlich der zivilgesellschaftlichen Akteure aktiv einzubeziehen und zu fördern. All dies ist ein Gewinn nicht nur für die pädagogische Entwicklung der Einrichtungen, sondern auch für die Gemeinschaft in den Kommunen. BNE wird zu einem Standortfaktor für die lokale Entwicklung, wenn Kommunen ihre Gestaltungsmöglichkeiten nutzen.

    In diesem Sinne versteht sich die Arbeit des Netzwerkes „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ und leistet mit seinen Projekten insbesondere einen Beitrag zur Umsetzung der UN SDG 4 (Hochwertige Bildung),5 (Geschlechtergerechtigkeit),6 (Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen), 7 (Bezahlbare und saubere Energie),11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden),12 Nachhaltiger Konsum und Produktion,13 (Maßnahmen zum Klimaschutz), 14 (Leben unter Wasser), 15 (Leben an Land) und 17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele).

    Im September 2021 erhielt die Stadt Bad Honnef die Nationale Auszeichnung Bildung für nachhaltige Entwicklung. Mit der Auszeichnung würdigen das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission den beispielhaften Einsatz der Stadt Bad Honnef für BNE und die Globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030.

    Web


  • Fairtrade Town Bad Honnef

    Derzeit befasst sich eine elfköpfige Steuerungsgruppe, bestehend aus Stadtakteuren und Stadtakteurinnen, mit der Rezertifizierung der Stadt Bad Honnef als Fairtrade Town. Weitere Infos folgen in Kürze.

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