Schüleraktionen zur Hitzekartierung in Bad Honnef
Bad Honnef. Schülerinnen und Schüler Bad Honnefer Schulen engagieren sich auch im Sommer 2026 wieder, um aktuelle Messdaten über heiße und kühle Orte in Bad Honnef zu ermitteln und insbesondere auch ihr Schulgelände mit sinnvollen Maßnahmen an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Im Netzwerk „Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit“ engagieren sich die Schulen als starke Teams, um im Kontext des Klimawandels für Hitzevorsorge zu sensibilisieren. Sie ermitteln Hitzeinseln und kühle Orte im Stadtgebiet, erarbeiten Maßnahmenvorschläge und versuchen Stadtverwaltung und Elternschaft dazu zu motivieren, ihre Schulhöfe und Klassenräume hitzeresilienter zu gestalten. Schattige Spielmöglichkeiten unter Vordächern der Schulen konnten in diesem Jahr erstmalig dazu genutzt werden, um eine Nebeldusche zu installieren, die aus Mitteln eines städtischen Klimaschutzanpassungsprojektes finanziert wurde. Das finden die Kinder toll. Ob es jedoch zukünftig Möglichkeiten zur Entsiegelung von Schulhöfen und der Installation von Klimaanlagen in Klassenräumen geben wird ist noch unklar.
Das Engagement der Schülerinnen und Schüler wurde in den vergangenen Jahren dankenswerterweise vom LIONS Club Bad Honnef gefördert, weil es dem Präsidenten des LIONS Club und seinen Mitgliedern wichtig ist, dass Kinder und Jugendliche den von Menschen gemachten Klimawandel verstehen und mit Empathie Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen umsetzen lernen. Die Schülergruppen arbeiten eng mit dem Klimaschutzanpassungsmanager und der IT-Abteilung der Stadt Bad Honnef zusammen und sind nun in der Lage die erarbeiteten Bildungsmaßnahmen selbsttätig durchzuführen. Denn während sich die jüngeren Schüler mit ersten Lufttemperaturmessungen versuchen und wegen zu erwartendem Hitzestress von Kleinstlebewesen in Gewässern sogar die Zeigearten des Möschbachs in den Blick nehmen, geben die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule St. Josef, der Privatschule Schloss Hagerhof und des Nell-Breuning Berufskollegs ihre Messdaten in die APP „ArcGIS Survey123“ ein. Die Survey wurde mit Hilfe einer IT Expertin der Stadt Bad Honnef und Pädagogen der Erdkundefachschaft weiterführender Schulen für die Messungen in Bad Honnef ausgerichtet. Die Messdaten der Schüler können auf diese Weise helfen, heiße und kühle Orte in Bad Honnef zu ermitteln, Standorte für Sitzgelegenheiten und neue Bepflanzung zu finden, sinnvolle Positionen für weitere Trinkwasserbrunnen in Bad Honnef zu ermitteln oder auch Wartebereiche an Bushaltestellen angenehmer zu gestalten.
Da sich laut Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes in den kommenden Tagen eine neue Hitzeglocke über unsere Region legen wird, deren Auswirkungen neue Referenzwerte im Kontext von Hitzewellen erwarten lässt, werden sich in diesem heißen Sommer erstmals fünfzig Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule St. Josef an den Messungen beteiligen. Die Jugendlichen werden am Dienstag, dem 14. Juli im Anschluss an eine inhaltliche und technische Einweisung durch die Straßen von Bad Honnef ziehen und Temperaturmessungen vornehmen. Wasserflaschen können nicht nur in der Fußgängerzone, sondern auch im Rathaus der Stadt Bad Honnef kostenfrei aufgefüllt werden.
Wer mehr über die aktuellen Ergebnisse des Projektes erfahren möchte, dem empfehlen wir die Informationsveranstaltung des Lions Club Bad Honnef, am Mittwoch, dem 15. Juli um 19:00 Uhr im Foyer des Rathauses. Interessierte Gäste erwartet ein Projektrückblick und das spannende Ergebnis der Facharbeit eines Oberstufenschülers der Privatschule Schloss Hagerhof, der seine Facharbeit mit dem Titel: „Hitzeinseln in Bad Honnef – Entwicklung eines KI-Modells zur Datenverarbeitung und -analyse“ vorstellen wird.
Das Projekt ist ein mehrfach ausgezeichneter Beitrag zur Umsetzung des UNESCO Weltaktionsprogramms der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE 2030). Es nimmt Bezug auf die UN Nachhaltigkeitsziele. Hier insbesondere UN SDG 4 (Hochwertige Bildung), UN SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden), UN SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) und UN SDG 15 (Leben an Land).


