Cyberangriffe im KI-Zeitalter: Bad Honnefer Wirtschaft zu Gast bei IT Held
Business-Frühstück in Rhöndorf verbindet Einblicke in die Cybersicherheit mit aktuellen Entwicklungen am Wirtschaftsstandort Bad Honnef
Bad Honnef. Wie können sich Unternehmen vor modernen Cyberangriffen schützen und welche neuen Herausforderungen bringt der Einsatz Künstlicher Intelligenz mit sich? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Business-Frühstücks der Stadt Bad Honnef am 8. September 2026. Gastgeber war das Rhöndorfer Unternehmen IT Held. Geschäftsführer Daniel Held gab den teilnehmenden Unternehmerinnen und Unternehmern Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Cybersicherheit und zeigte auf, wie sich Betriebe gegen digitale Bedrohungen wappnen können.
IT-Held unterstützt seit 2018 kleine und mittelständische Unternehmen bei der sicheren und zuverlässigen Gestaltung ihrer IT-Infrastruktur. Das Leistungsspektrum reicht vom laufenden IT-Betrieb über die Betreuung und Weiterentwicklung der Unternehmens-IT bis hin zu Fragen der Informationssicherheit. Dabei verbindet das Unternehmen langjährige Projekt- und Unternehmensberatungserfahrung mit der praktischen Betreuung seiner Kunden. „Seit 2018 verbinden wir Enterprise- und Projekterfahrung mit dem täglichen IT-Betrieb. So erhalten kleine und mittelständische Unternehmen eine IT, die sicher läuft, strukturiert aufgebaut ist und gezielt weiterentwickelt wird“, beschreibt Daniel Held den Anspruch seines Unternehmens.
In seinem Vortrag „Cybersicherheit im KI-Zeitalter“ erläuterte Held anhand eines Sicherheitsvorfalls im Umfeld von OpenAI, welche Risiken durch den Einsatz autonom arbeitender KI-Agenten entstehen können. Dabei verdeutlichte er, dass Cyberangriffe längst nicht mehr ausschließlich von einzelnen technisch versierten Tätern ausgehen. Vielmehr hätten sich arbeitsteilige Strukturen entwickelt, in denen Zugangsdaten, Schadsoftware und technische Infrastruktur als Dienstleistungen angeboten werden.
Für Unternehmen jeder Größe sei es deshalb entscheidend, die eigene Verwundbarkeit realistisch einzuschätzen. Veraltete Software, unzureichend geschützte Zugänge oder fehlende Notfallkonzepte könnten erhebliche Risiken darstellen. Held zeigte auf, wie regelmäßige Sicherheitsupdates, wirksame Zugriffskontrollen, überprüfte Datensicherungen und die Sensibilisierung der Mitarbeitenden dazu beitragen können, die IT-Sicherheit zu verbessern. Ebenso wichtig sei die Frage, ob ein Unternehmen im Falle eines Cyberangriffs handlungsfähig bleibe und seine wichtigsten Geschäftsprozesse aufrechterhalten könne.
Bürgermeister Philipp Herzog dankte Daniel Held für die Gastfreundschaft und die praxisnahen Einblicke. Zugleich unterstrich er die Bedeutung des persönlichen Austauschs zwischen Stadtverwaltung und Unternehmen. „Wirtschaft ist Chefsache“, betonte Herzog. Ziel der Stadt sei es, gute Rahmenbedingungen für die Unternehmen zu schaffen, ihre Anliegen frühzeitig aufzunehmen und den Dialog mit der lokalen Wirtschaft weiter zu intensivieren. Die Verwaltung verstehe sich dabei als Partner der Unternehmen und sei ausdrücklich offen für Hinweise, Probleme und Kritik.
Positive Signale für den Wirtschaftsstandort sieht der Bürgermeister in der langfristigen Perspektive der Fortbildungsakademie des Landes Nordrhein-Westfalen, die mindestens weitere zehn Jahre in Bad Honnef bleiben wird. Auch der vollständige Umzug der Alanus Hochschule nach Bad Honnef eröffne neue Perspektiven für den Standort. Zugleich sprach Herzog Herausforderungen wie die voraussichtliche Sperrung des Schmelztals im Jahr 2027 an.
Wirtschaftsförderung entwickelt Netzwerkangebote weiter
Die Wirtschaftsförderung der Stadt stellte aktuelle Projekte und geplante Aktivitäten zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts vor. Dazu zählen unter anderem die neue Struktur der Wirtschaftsförderung, Gespräche zur Flächenerschließung in Aegidienberg und die Aktualisierung der Standortbroschüre. Ein Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung der Netzwerkangebote für die Bad Honnefer Unternehmen. Die Auswertung einer Umfrage zu den bisherigen Formaten zeigt insbesondere den Wunsch nach praxisorientiertem Wissen, kompakten Präsenzveranstaltungen und persönlichem Austausch.
Das Business-Frühstück selbst bleibt ein wichtiger Bestandteil des direkten Dialogs zwischen Stadtverwaltung und lokaler Wirtschaft. Es bietet den Unternehmen Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Nächstes Business-Frühstück am 8. Dezember
Das nächste Business-Frühstück der Stadt Bad Honnef findet am 8. Dezember 2026 statt. Der Gastgeber wird noch bekannt gegeben. Weitere Informationen zur Wirtschaftsförderung unter www.meinbadhonnef.de/rathaus-politik/wirtschaftsfoerderung/


