Schulisches Mobilitätsmanagement
Das konzeptionelle schulische Mobilitätsmanagement soll zur frühkindlichen Verkehrserziehung beitragen und Schülerinnen und Schüler ermutigen Schulwege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV zurückzulegen. Ein Verbot des Hol- und Bringverkehrs mit dem Auto ist keine Option. Stattdessen gilt es zu gewährleisten, dass es sichere und attraktive Alternativen für das Zurücklegen von Schulwegen gibt. Um diese Ziele zu erreichen, möchte die Stadt Bad Honnef an allen städtischen Schulen das konzeptionelle schulische Mobilitätsmanagement initiieren.
Einige Maßnahmen wurden in den letzten Jahren bereits punktuell umgesetzt, zum Beispiel die Einrichtung von Schulstraßen und einzelnen Hol- und Bringzonen. Eine ganzheitliche Betrachtung der Schulumfelder, zusammen mit den Schulen, der Polizei, den beteiligten Fachdiensten der Stadtverwaltung, den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern und dem Stadtelternrat ist bislang nicht erfolgt. Ein solches strategisches und integriertes Vorgehen wird mit dem Schulischen Mobilitätsmanagement angestrebt.
Ziel des Vorhabens ist es einerseits den Schutz von Schülerinnen und Schülern im Straßenverkehr zu gewährleisten und zu verbessern. Gleichzeitig sollen Schulwege, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, attraktiver gestaltet werden. Andererseits sollen attraktive Schulwege das Erwachsenwerden der Kinder und Jugendlichen fördern, indem sie Verkehrsregeln auf ihrem täglichen Schulweg erlernen, Geschwindigkeiten anderer Verkehrsteilnehmer einschätzen lernen und vorausschauend am Straßenverkehr teilnehmen.
Der Start des konzeptionellen Schulischen Mobilitätsmanagements ist für 2026 geplant. Weitere Informationen finden Sie in Kürze hier auf der Website.
Sichere Schulwege
Die Stadt unterstützt umweltfreundliche Verkehrsmittel auf dem Weg zur und von der Schule. So werden „Elterntaxi-Haltestellen“ einige Meter vor den Schulen geprüft und gegebenenfalls eingerichtet, um das erhöhte Verkehrsaufkommen insbesondere am Morgen sicher zu gestalten.
Schulstraßen und Hol- und Bringverkehr
Beispiele für erfolgreich umgesetzte Maßnahmen sind die Schulstraßen vor dem Siebengebirgsgymnasium und der Löwenburgschule auf der Rommersdorfer Straße. Diese Straßen werden zu Schulbeginn und -ende für den Autoverkehr geschlossen, um eine sichere Umgebung für Kinder zu schaffen. Ein Pilotprojekt dieser Art läuft seit 2024 auch vor der Theodor-Weinz-Schule in der Burgwiesenstraße.
Gleichzeitig zeigt sich die Problematik des Hol- und Bringverkehrs an Schulstandorten. Das hohe Verkehrsaufkommen, begleitet von illegalem Parken, Halten und der Nutzung von Schleichwegen durch Wohnstraßen, führt zu Sicherheitsrisiken und Konflikten zwischen den Verkehrsteilnehmenden. Durch die geplanten Maßnahmen sollen diese Risiken reduziert und die Schulwege für Kinder sicher, komfortabel und attraktiv gestaltet werden.


