Klimaschutz

11.000 Bäume im Stadtwald gepflanzt

Ein Stadtwald, der langfristig existieren kann, ist ein erklärtes Ziel der Stadtverwaltung, denn der Wald erfüllt vielfältige Aufgaben. Er dient als CO2-Senke gegen den Klimawandel, als Wasserspeicher zur Abpufferung von Starkregenereignissen und als Trinkwasserfilter und -speicher. Er ist Lebensraum für viele seltene Pflanzen und Tiere, Erholungsraum für FreizeitbesucherInnen und nicht zuletzt Rohstofflieferant. Um den Stadtwald klimaresistenter und somit fit für die Zukunft zu machen, hat die Stadt Bad Honnef an den Karnevalstagen rund 11.000 Bäume pflanzen lassen.

Während die Jecken im Rheinland die heiße Phase des Karnevals erwarteten, erwartete Stadtförster Georg Pieper am Mittwoch vor Weiberfastnacht einen LKW, der rund 11.000 Baumsetzlinge für den Stadtwald und weiteres Zubehör für die Pflanzung geladen hatte. Begleitet wurde der LKW von fünf Waldarbeitern, die die Bäume zunächst schnellstmöglich vom LKW abluden, um sie vorübergehend im sogenannten Einschlagplatz zwischenzulagern.

„Die feinen Wurzeln der Pflanzen sind sehr empfindlich, was Licht und Austrocknung angeht. Daher müssen sie schnellstmöglich wieder eingegraben werden. Dies geschieht vorübergehend auf unserem Einschlagplatz, wo die Pflanzenbündel mit feuchtem Sand bedeckt werden und von den Pflanzkolonnen bedarfsweise entnommen werden“, erklärte der Förster. Er kontrollierte währenddessen mit einem Kollegen, ob die Qualität der gelieferten Pflanzen sowie die Liefermenge stimmten: „Die Pflanzen sehen top aus. Sehr gute Bewurzelung und gleichmäßiger Wuchs“, freute er sich.

Nach nur einer Woche kann Georg Pieper eine positive Bilanz ziehen: „Die Pflanzer haben wirklich Gas gegeben, alle 11.000 Pflanzen sind gepflanzt und die Schutzhüllen wurden auch schon aufgebaut.“ Damit bei diesem hohen Tempo die Qualität der Pflanzung nicht litt, kontrollierte der Förster die laufenden Arbeiten regelmäßig. Auch der Schutz der Pflanzen ist wichtig. Laubholz wird im Stadtwald in sogenannten Wuchsschutzhüllen gepflanzt, um es vor Wildverbiss zu schützen. Diese Hüllen fungieren gleichzeitig auch als eine Art Mini-Gewächshaus, die den kleinen Pflänzchen optimale Startbedingungen bieten. „Wenn die Pflanzen in ein paar Jahren groß genug sind, werden die Hüllen wieder abgebaut und recycelt“, erläutert der Stadtförster. Nadelholz hingegen kann man wegen des breiten Wuchses nicht in Wuchsschutzhüllen pflanzen, daher wird es mit biologischem Verbiss-Schutzmittel angestrichen.

Und was wurde nun gepflanzt? „Die Stadt Bad Honnef setzt für ihren Zukunftswald auf eine breite Mischung der Baumarten. Ohne zu wissen, wohin die Reise mit dem Klimawandel geht, ist Vielfalt der Baumarten das beste Rezept“, findet Georg Pieper: „Sollte eine Baumart ausfallen, wie wir es in den letzten Jahren bei der Fichte erleben mussten, ist das in einem Mischwald deutlich weniger dramatisch, weil noch viele andere Baumarten auf der Fläche stehen, die die vielen Funktionen des Waldes weiterhin erfüllen können.“ Dazu lässt er in kleinen Trupps über die Fichten-Kahlschläge immer drei verschiedene Baumarten je Fläche pflanzen, in den frei gelassenen Zwischenfeldern sollen sich weitere Arten aus den umliegenden Beständen selbst ansamen.

Dieses Jahr wurde am häufigsten die heimische Weißtanne gepflanzt. Dazu kommen Stieleichen, Vogelkirschen, Roterlen und seltene Elsbeeren. Auch Atlaszedern aus dem Mittelmeerraum und Roteichen aus dem nordöstlichen Amerika werden teilweise mit eingemischt, erklärt der Förster: „Diese Baumarten stammen aus Regionen, wo schon immer ein trockeneres und wärmeres Klima herrscht. Die Arten kennen das und sind an das angepasst, was die Klimaprognosen bei uns zukünftig erwarten lassen. Im Forst muss man in viel längeren Zeiträumen denken. Die meisten Bäume können weit über 100 Jahre alt werden. So weit muss man auch im Voraus versuchen zu planen und überlegen, wie der Wald dann aussehen könnte und welche Arten hier dann noch existieren können, wenn es immer wärmer wird.“ Mit dieser vorausschauenden Aufforstung investiert die Stadt Bad Honnef in eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft.

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