Informationen zur Energiemangellage, Starkregen, Hochwasser und anderen Katastrophen

Leistungsinhalt

  • Leistungsbeschreibung

    Unter dem Begriff Bevölkerungsschutz versteht man gemeinhin alle Einrichtungen und Maßnahmen, die der Gefahrenabwehr dienen, sowie Hilfen zum Schutz der Zivilbevölkerung im Krisen- und Katastrophenfall.

    Hierbei wird im Wesentlichen zwischen zwei Schutzbereichen unterschieden:

    • Dem Zivilschutz, welcher sich mit Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und öffentlichen Einrichtungen im Verteidigungs- und Spannungsfall beschäftigt.
    • Dem Katastrophenschutz, welcher Maßnahmen zum Schutz von Menschen, Sachgütern und der Umwelt vor den Folgen einer Katastrophe umfasst.

    Während der Zivilschutz Aufgabe des Bundes ist, ist der Katastrophenschutz bei den Ländern angesiedelt. Er wird in Teilbereichen auf die Kreise und die Kommunen heruntergebrochen und ist dort vorwiegend bei den Feuerwehren angesiedelt.

    So liegt die Warnung der Bevölkerung gem. § 3 (1) BHKG in der kommunalen Zuständigkeit. Dies stellt jedoch nur einen Teilbereich der städtischen Aufgaben dar. Der Fachdienst Ordnung beschäftigt sich darüber hinaus zum Beispiel auch mit folgenden Themen:

    • Festlegung von Evakuierungsräumen in Katastrophenfällen
    • Erstellung von Notfallplänen bei Ausfall von Infrastrukturen wie Strom, Wasser, etc.
    • Organisation von Maßnahmen zum Gesundheitsschutz bei Pandemien
    • Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung bei Naturkatastrophen, wie z.B. Starkregenereignisse oder Hochwasser
    • v.m.

    Alle vorbereitenden Maßnahmen erfolgen stets in Abstimmung mit der Kreisverwaltung. Die Corona-Pandemie und die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 haben in jüngster Vergangenheit die Wichtigkeit des Bevölkerungsschutzes unterstrichen.

    Anbei finden Sie Vorsorgeinformationen des Bundes sowie der Stadt Bad Honnef für mögliche Katastrophenfälle.

    Bei individuellen Fragen können Sie sich zudem jederzeit gerne an die zuständigen Mitarbeiter der Dienststelle wenden.

  • Rechtsgrundlage

  • Weiterführende Informationen

    Starkregen

    Starkregenereignisse können überall in Deutschland auftreten, unabhängig davon, ob Bäche oder andere fließende Gewässer in der Nähe sind. Bereits leichtere Hanglagen begünstigen ein Zuströmen herabstürzender Wassermassen auf Gebäude. In Mulden und Unterführungen kann sich der Niederschlag bei wolkenbruchartigen Regenfällen sammeln und der Wasserstand dort schnell steigen.
    Ebenso kann es bei ebenen Straßen zu einem Rückstau im Kanalsystem kommen. Dies führt zu Überschwemmungen. Die Entwässerungskanäle sind meist nicht auf Sturzfluten ausgelegt. Daher können die Regenmassen nur zum Teil über das Kanalsystem abgeführt werden. Der andere, oft erhebliche Teil der Regenmassen bahnt sich oberirdisch in meist
    unkontrollierter Weise seinen Weg über Straßen und Grundstücke. Dies führt oftmals zu Schäden an Bauwerken.

    Vorbeugende Maßnahmen

    • Planen Sie beim Hausbau ein, dass alle Eingangsbereiche mindestens 15 bis 20 Zentimeter höher sind als die umgebende Geländeoberfläche
    • Kontrollieren Sie den Abwasserkanal im Haus regelmäßig. Lassen Sie eine Rückstausicherung einbauen
    • Sorgen Sie in tiefer liegendem Gelände durch ausreichend breite Abflussmöglichkeiten dafür, dass durch die Terrassentüren kein Wasser in das Haus eindringen kann. Ebenerdige Terrassentüren müssen dicht sein und zusammen mit den Fensterelementen dem Wasserdruck standhalten können
    • Stocken Sie Lichtschächte mindestens 15 Zentimeter über Geländeoberkante auf
    • Wenn sich Dachrinnen oberhalb von Lichtschächten befinden, decken Sie diese zusätzlich ab, so dass kein Schwallwasser vom Dach in den Lichtschacht dringen kann
    • Bringen Sie im Inneren des Gebäudes an der tiefsten Stelle jeweils in der Nähe von Eingängen einen Pumpensumpf und Tauchpumpen an, am besten in Verbindung mit einem Notstromaggregat
    • Überprüfen Sie die Lage des Gebäudes. Bereits leichte Hanglagen, die auf das Haus zuführen, können zu massivem Wassereinfall führen
    • Kontrollieren Sie Zufahrten von der Straße in tiefer liegende Garagen. Sie sind das Einfallstor von Sturzfluten, die von Straßen herkommen. Schwellen können hier helfen
    • Achten Sie bei Kellertreppen oder Zugängen zu Souterrainwohnungen darauf, dass Schwellen eingebaut werden. Diese sollten ebenfalls 15 Zentimeter hoch sein. Sichern Sie auch Treppenwangen gegen Sturzfluten

    Verhalten vor der Sturzflut

    • Verfolgen Sie aktuelle Wettermeldungen und Warnungen vor Starkregenereignissen
    • Besorgen Sie wasserfeste Sperrholzplatten, Silikon zum Abdichten von Türen und Fenstern sowie Sandsäcke
    • Lagern Sie gesundheits- und umweltgefährdende Stoffe außerhalb des Sturzflutgefahrenbereichs

    Verhalten während der Sturzflut

    • Bleiben Sie im Gebäude
    • Meiden Sie Kellergeschosse und begeben Sie sich in höher gelegene Räumlichkeiten
    • Verfolgen Sie die Wettervorhersagen des Deutschen Wetterdienstes und Meldungen der Regionalprogramme
    • Schalten Sie den Strom für die Gebäudeteile und Räume ab, die vom eindringenden Wasser gefährdet beziehungsweise betroffen sind
    • Bei einem Notfall wählen Sie den Notruf der Feuerwehr (112)
    • Benutzen Sie ein Mobiltelefon nur in Notfällen, um eine Überlastung des Netzes zu vermeiden
    • Helfen Sie Ihren Nachbarn. Achten Sie auf hilfsbedürftige Personen in der Nähe
    • Verstauen Sie Lagergut in wasserdichten Behältnissen

    Verhalten nach der Sturzflut

    • Überprüfen Sie das Gebäude auf Schäden
    • Trocknen Sie betroffene Bereiche möglichst schnell, um Bauschäden, Schimmelpilz- oder Schädlingsbefall entgegenzuwirken
    • Lassen Sie beschädigte Bausubstanz, Heizöltanks und elektrische Geräte durch einen Fachmann überprüfen
    • Sollten trotz aller Vorsichts- und Vorsorgemaßnahmen Schadstoffe (zum Beispiel Heizöl oder Chemikalien) in das ins Gebäude eingedrungene Wasser gelangt sein, verständigen Sie umgehend die Feuerwehr
    • Informieren Sie umgehend Ihre Versicherung und beachten Sie deren Anweisungen
    • Machen Sie Fotos von den Schäden zur Beweissicherung
    • Sturzfluten können immer wieder auftreten. Beseitigen Sie daher erkannte Schwachstellen schnellstmöglich.

    Gefahrenabschätzung mit der Starkregengefahrenhinweiskarte NRW

    Seit Oktober 2021 stellt das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie eine NRW-weite Hinweiskarte zu Starkregengefahren zur Verfügung. Diese Karten sind frei abrufbar und können dabei unterstützen, die Gefährdungslage bei einem lokalen Starkregenereignis einzuschätzen. Es muss allerdings bedacht werden, dass die Karten auf Simulationen basieren und somit nicht ausgeschlossen werden kann, dass auch Orte von Starkregen betroffen sein können, die in der Karte nicht als gefährdet eingezeichnet sind.

    Die vorhandenen Karten stellen Simulationen zu Wasserhöhe und Fließgeschwindigkeit bei verschiedenen Niederschlagsereignissen dar: bei einem seltenen und einem extremen Ereignis. Ein seltenes Ereignis wird hier definiert als ein 100-jährlicher Starkregen, ein extremes Ereignis durch eine Niederschlagsmenge von hN = 90 mm/qm/h.

    Weitere Informationen zur Einordnung dieser Szenarien und weiterführende Weblinks finden Sie auf der Internetseite von Flussgebiete NRW, unter der folgenden Adresse: https://www.flussgebiete.nrw.de/starkregen-7994

    Das LANUV NRW hat ein neues Hochwasserportal.NRW (www.hyhttps://hochwasserportal.nrw/lanuv/webpublic/index.html#/Startdologie.nrw.de) eingerichtet.

    Ein Abruf der Starkregengefahrenhinweiskarte ist unter anderem über das Geoportal.de möglich. Der direkte Zugang zum Datensatz erfolgt über: https://geoportal.de/Info/tk_04-starkregengefahrenhinweise-nrw

    Zur Bedienung der Online-Kartenanwendung im Geoportal.de stellen wir Ihnen eine kurze Anleitung zur Verfügung, die Schritt für Schritt den Zugang zur Hinweiskarte für Bad Honnef erläutert. Diese Anleitung finden sie HIER.

    Für einen schnellen Überblick der Starkregengefahrenhinweiskarte für unser Gemeindegebiet stehen Ihnen zudem zwei PDF-Karten zur Verfügung, die Sie mit einem PDF-Reader oder Ihrem Internetbrowser aufrufen können. Diese PDF-Karten bieten eine gute erste Übersicht, welche Ortslagen betroffen sein können; für eine detailliertere Auskunft sollte dann das Geoportal.de genutzt werden.

    Karten:

    Karte Starkregengefahren Seltenes Ereignis A0 DTK25
    Karte Starkregengefahren Extremes Ereignis A0 DTK25

    Weitere Hinweis zu Risiken von Starkregenereignissen im Stadtgebiet:

    Die Stadt Bad Honnef hat einen Flyer erstellt, der Bürgerinnen und Bürger über die Risiken von Starkregenereignissen, Möglichkeiten der Vorsorge und wichtige Maßnahmen im Schadensfall informiert. Den Flyer erhalten Sie kostenlos im Rathaus oder als Download (PDF) auf dieser Seite.



    VIDEO "Was ist Selbstschutz?"

    VIDEO "Wie funktioniert Bevorratung?"

    VIDEO "Was gehört ins Notgepäck?"

    VIDEO "Was tun bei Stromausfall?"

    VIDEO "Was tun bei Starkregen?"

    Informationen zur Notfallvorsorge vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

    aktuelle Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes DWD

    HOCHWASSER Pegelstand Oberwinter / Rhein

    HOCHWASSER Pegelstand Andernach / Rhein   

    Pegelstand Ohbach     

    Starkregen APP NRW      

    Starkregenkarten des Landes NRW            




    Hinweise zu langanhaltenden Stromausfällen

    Alle Industrienationen sind heute von verschiedenen Energiequellen abhängig. Hierzu gehören Elektrizität, Gas, Öl und Fernwärme, die über die jeweiligen Verteilernetze in den privaten Haushalt geliefert werden. Ausfälle gehören sicherlich zu den Ausnahmen und können in der Regel kurzfristig behoben werden. Dennoch haben die meisten Haushalte schon einmal Erfahrungen mit einem „Stromausfall“ gemacht.

    Die Stadt Bad Honnef hat in engem Austausch mit dem Rhein-Sieg-Kreis als zuständiger Behörde für den Katastrophenschutz sowie  ortsansässigen Hilfsorganisationen und der Bad Honnef AG die Risiken eines mehrstündigen oder mehrtägigen Stromausfalls mit lokaler, regionaler oder überregionaler Auswirkung analysiert und angemessene Vorsorge getroffen. Eine zentrale Säule des Bevölkerungsschutzes bleibt dabei die eigene Verantwortung einer jeden Bürgerin und eines jeden Bürgers unserer Stadt.

    Auch wenn es hier bei uns denkbar unwahrscheinlich ist, können wir Ereignisse wie einen großen Stromausfall, der sehr einschneidend auf unseren Alltag wirken kann, nicht gänzlich ausschließen. Deshalb ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein. Der Wecker beim Aufstehen, das Licht im Badezimmer, die elektrische Zahnbürste, der Wasserkocher oder die Kaffeemaschine, Kühlschrank und Spülmaschine, das Licht im Treppenhaus auf dem Weg zur Arbeit, die Ampeln, der PC oder die Maschine am Arbeitsplatz – ohne Strom steht unsere Welt still. Stillstand der Technik heißt aber nicht, dass unser Leben stillstehen muss: mit wenigen Dingen und gut überlegten Vorbereitungen kommt man auch ohne Strom ein paar Tage gut über die Runden.

    Ein Stromausfall kann tief greifende Folgen haben, die weit darüber hinausgehen, dass man in der Nacht kein Licht verfügbar hat. Jedes netzbetriebene Gerät ist davon betroffen.

    Bei länger anhaltenden Stromausfällen hat die Stadt Bad Honnef sogenannte Notfallanlaufstellen eingerichtet, die dann in Betrieb genommen werden können. Da auch mit dem Ausfall des Telekommunikationsnetzes zu rechnen ist, kann über die Notfallanlaufstellen ein Notruf zur Einsatzleitstelle abgegeben werden.

    Sollte der Stromausfall länger dauern, denken Sie daran, dass Sie mit der Situation nicht allein sind und Sie mit Freunden und Nachbarn ein starkes Team in der Bewältigung der Situation bilden können, z.B. indem Sie zusammenrücken und nur ein Haus oder eine Wohnung mit einem Kaminofen beheizen, den Grill gemeinsam mit Nachbarn nutzen, miteinander die Nachrichten im Radio hören – das spart Ressourcen für die nächsten Tage. Zusammen sind wir stark.

    Wir haben Ihnen eine Broschüre zur Verfügung gestellt, in der Sie Informationen zu einem großflächigen Stromausfall (Blackout) erhalten und Hilfe in Notsituationen finden. Bewahren Sie diese Broschüre sicher an einem Aufbewahrungsort auf, wo man sie auch ohne Strom und Taschenlampe leicht wiederfindet, z.B. in der Nähe des Festnetztelefons, im Küchenschrank, nahe des Sicherungskastens, am Aufbewahrungsort der Taschenlampe…

    BBK Stromausfall


                 

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