Nachhaltiges Energiekonzept für Grundschule, Turnhalle und Lehrschwimmbad in Aegidienberg für mehr Klimaschutz

Energie wird für gleich drei städtische Liegenschaften in Bad Honnef-Aegidienberg bereitgestellt: Ein neues Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaikanlage versorgen Theodor-Weinz-Grundschule, Joseph-Bellinghausen-Turnhalle und das zukünftige Lehrschwimmbad mit Strom und Wärme. Das Energiekonzept setzt Effizienz, Nachhaltigkeit und Klimaschutz um.

Der Wärmeservicevertrag zwischen Stadt Bad Honnef und dem Eigenbetrieb Bad Honnefer Bäder mit dem Energieversorger Bad Honnef AG (BHAG) wurde jetzt im Rathaus unterzeichnet. Bürgermeister Otto Neuhoff sagte: “Heute ist ein schöner Termin, weil wir zeigen können, dass wir von den Kooperationen und der Nutzung moderner Heiztechnik profitieren. Ich bin stolz darauf, dass wir das hingekriegt haben. Das ist ein Weg, der in die Zukunft weist, ein signifikanter Beitrag zum Klimaschutz.”

Das neue Blockheizkraftwerk im Untergeschoss der Theodor-Weinz-Schule liefert Strom und Wärme ins Schulgebäude und darüber hinaus über Nahwärmeleitungen zur Zweifeldturnhalle und zum demnächst neugebauten Lehrschwimmbad. Zusätzlich wird eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung installiert. “Damit werden drei Objekte effizient verknüpft, um sie mit Energie zu versorgen”, erklärte Axel Gerhartz, Projektleiter der BHAG. Die Anlage wird mit Erdgas betrieben.

Die neue Anlage ist notwendig: Die Heizkessel der alten Anlage sind bereits 20 Jahre alt und die Niederspannungshauptverteilung zur Stromversorgung für Schule und Schwimmbad ist sanierungsbedürftig. Für die neue Anlage können aber Teile der vorhandenen Infrastruktur genutzt werden.

Das neue Energiekonzept berücksichtigt die Nachhaltigkeit, denn gegenüber einer herkömmlichen Lösung mit einer Wärmeversorgung über eine Brennwertkesselanlage und vollständigem Strombezug aus dem Stromnetz werden mehr als 65 Tonnen CO2-Emmissionen im Jahr eingespart. Der von Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlage produzierte Strom deckt zu 80 Prozent den Strombedarf der Schule und des Lehrschwimmbeckens und die Kosten für den Strombezug reduzieren sich um rund 10 000 Euro pro Jahr. Ein zusätzlicher Nutzen ergibt sich durch die Umsetzung eines Messkonzeptes, damit die Abrechnung von Strom und Wärme nach Liegenschaften getrennt über die BHAG erfolgen wird, was die bisherige aufwändige Abrechnung zwischen Stadt Bad Honnef und Bad Honnefer Bäder ersetzt.

Für Hans-Joachim Lampe-Booms, Leiter der Eigenbetriebe Abwasserwerk und Bad Honnefer Bäder, ist von Vorteil, dass die neue Heiz- und Stromanlage wartungsfreundlich ist. Zudem brachte Hans-Joachim Lampe-Booms gute Nachrichten mit, denn in der nächsten Woche beginnen die Ausschreibungen für den Bau des neuen Bades und, wenn alles glatt verläuft, kann im Sommer mit dem Neubau begonnen werden.

Mathias Eik, kaufmännischer Vorstand der BHAG, sagte über das neue Energiekonzept: „Wir holen Wertschöpfung in die Stadt.“ Vergleichbare Anlagen sind auch als Quartierskonzepte sehr gefragt.

Bürgermeister Otto Neuhoff ergänzte: “Die Stadt Bad Honnef hat die Stelle eines Klimaschutz-Managers ausgeschrieben. Wir gehen mit großen Schritten auf neue Maßnahmen zu und sind auf dem richtigen Weg mit zukunftsfähigen, vernünftigen Lösungsmöglichkeiten.”

Foto: Unterzeichnung des Wärmeservicevertrages im Bad Honnefer Rathaus – v. l.: Hans-Joachim Lampe-Booms (Betriebsleiter Eigenbetriebe Abwasserwerk und Bad Honnefer Bäder), Axel Gerhartz (BHAG), Bürgermeister Otto Neuhoff, Klaus Wegner (Vorsitzender Betriebsausschuss), Mathias Eik (Kaufmännischer Vorstand BHAG).