Geburtshilfe: Gute Versorgung im Blick

Auf den Fingern einer ausgestreckten Innenfläche einer Hand steht der unbekleidete kleine Fuß eines Säuglings.

Regelmäßig beraten Fachkräfte, wie die Schwangerschaftsbegleitung und Geburtshilfe in Bad Honnef künftig sichergestellt werden kann.

Zahlreiche Beratungspunkte standen auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses, Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaften. Ganz oben auf der Liste der Top-Themen: die Schließung der Geburtsstation im Cura-Krankenhaus. Einstimmig beschlossen die Mitglieder der im Rat vertretenen Fraktionen dazu eine Resolution, die eine wohnortnahe Geburtshilfe im Rhein-Sieg-Kreis und im Kreis Neuwied vorantreiben soll.

So fordern die Unterzeichner die Entwicklung eines von Hebammen geführten Kreißsaales mit Belegärzten. Ein weiteres mögliches Modell sei ein Geburtshaus, das von einer Hebammenpraxis und einer Arztpraxis geführt wird und an einen Operationssaal des Cura-Krankenhauses angebunden ist. Eine dritte Option sehen die politischen Vertreter in der Wiedereinführung des Belegarztsystems.

Bad Honnefs Erster Beigeordneter Holger Heuser und die Fachstelle „Frühe Hilfen“ hatten vor der Ausschusssitzung einen (digitalen) Runden Tisch mit Fachkräften der Medizinischen Geburtshilfe und der Schwangerschaftsberatung durchgeführt. Zahlen, Daten und Fakten aus dem gesamten Bundesgebiet, der Region und Bad Honnef bildeten die solide Grundlage für einen konstruktiven Dialog mit den Akteuren der Geburtshilfe in Bad Honnef. Der Austausch soll künftig regelmäßig und stetig fortgeführt werden. (aha)