Beratungszentrum für alle Generationen im Kurhaus eröffnet

Vor dem Kurhaus – Weyermannallee mit der neuen Hinweistafel: Mitarbeitende und Verantwortliche der Trägerschaften, der Stadt Bad Honnef mit Bürgermeister Otto Neuhoff und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses

Jetzt geht es los: Das Beratungszentrum Frühe Hilfen im Bad Honnefer Kurhaus, Eingang Weyermannallee, ist fertig eingerichtet und die jeweiligen Sprechstunden können stattfinden. Unter einem Dach kommt eine Vielfalt an Trägerschaften zusammen, die Familien, Alleinerziehende und Kinder, aber auch die ältere Generation beraten.

Bürgermeister Otto Neuhoff sagte zur Eröffnung: “Unser Kurhaus ist durch die gründliche Instandsetzung wieder zu etwas Besonderem geworden. Diese Atmosphäre kommt nicht nur im Kursaal zur Geltung. Auch die Räumlichkeiten hier an der Weyermannallee sind funktional und wie geschaffen, um sie als Beratungszentrum zu nutzen. Eingerichtet wurden Angebote für die schönen Momente im Leben, wenn ein Baby kommt oder Seniorinnen und Senioren einen kommunikativen Nachmittag erleben, aber auch Angebote für die Hilfestellung, wenn es ernst ist. Ich bedanke mich bei allen Trägern, die hier eingezogen sind und sich für die Bürgerinnen und Bürger engagieren. Viel Erfolg!“

Bürgermeister Otto Neuhoff und Leiter des Jugendamtes Julian Schimkowski bedankten sich bei Marion Kramer, die beim Jugendamt die Stelle Frühe Hilfen und präventiver Jugendschutz innehat. Sie hat die Träger angesprochen und vereint sowie die Räumlichkeiten, so erklärte Julian Schimkowski, mit der gebotenen Hartnäckigkeit eingerichtet. Marion Kramer sagte, dass ab jetzt das Sozial- und Gesundheitswesen, aber auch die Kultur, die im angrenzenden Kursaal dargeboten wird, in einem Haus zusammenfließen werden.

v. l.: Bürgermeister Otto Neuhoff, Marion Kramer (Jugendamt), Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Dr. Gabriele Clooth-Hoffmeister, Erster Beigeordneter Holger Heuser, Leiter des Jugendamtes Julian Schimkowski

Aus dem Bereich der Frühen Hilfen gibt es für Schwangere, Familien und Alleinerziehende die Fachberatung, die Schwangerschafts- und Sozialberatung, Angebote des Elterntreffs und Informationen sowie fachliche Unterstützung durch das Jugendamt. Die Familienhebamme unterstützt bei Schwangerschaft, Geburt sowie der Bewältigung und Organisation des Alltags mit dem Baby in der Familie. Die Hebammen-Wochenbettambulanz stellt ein alternatives Betreuungskonzept für Frauen bereit, welche vor, während und nach der Entbindung ohne häusliche Hebammenhilfe auskommen müssen. Die Wochenbettambulanz hat schon vor zwei Monaten ihre Tätigkeit aufgenommen und ist im Rhein-Sieg-Kreis einzigartig. Eine Stillberatung wird ein Mal im Monat angeboten.

Die Schuldnerberatung des Katholischen Vereins für soziale Dienste im Rhein-Sieg-Kreis e. V. ist als anerkannte Verbraucherinsolvenzberatungsstelle Ansprechpartnerin für Insolvenzverfahren, Restschuldbefreiung oder außergerichtlichem Einigungsversuch. Es wird kostenlos und vertraulich beraten.

Das Sozialpsychiatrische Zentrum der Arbeiterwohlfahrt ist ein ambulantes Hilfsangebot für psychisch kranke Menschen. In Familien, deren Eltern seelisch erkrankt sind, können auch die Kinder und Jugendlichen bis 17 Jahren das Gruppenangebot KIM besuchen.

Die Demenzberatung der Arbeiterwohnfahrt richtet sich an Angehörige, aber auch Betroffene erhalten hier wertvolle Hilfe und die Information über weitergehende Untersützungsmöglichkeiten, um ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Für die ältere Generation wird, so hofft Rosemarie Schopp-Jastrow von der Arbeiterwohlfahrt, der Seniorentreff nach der Schließung wegen der Corona-Pandemie in Kürze wieder neu belebt. Kaffee und Kuchen, nette Gespräche, Karten- und Brettspiele für einen geselligen Nachmittag sind Anreiz für Seniorinnen und Senioren zusammen zu kommen. Unter strikten Auflagen finden wieder die Seniorenfahrten der AWO statt. Aber gerade in der dunklen und kalten Jahrezeit ist es für Seniorinnen und Senioren wichtig, die Möglichkeit zu haben, um „unter Leute“ zu kommen.

Eröffnung: Vertretungen der Trägerschaften sind versammelt.

Der Deutsche Kinderschutzbund mit seinem Besuchs-Café startet ein für Bad Honnef neues Angebot. Ab jetzt wird es an jedem ersten Samstag im Monat von 10:00 bis 12:00 Uhr auch in Bad Honnef ein Besuchs-Café geben, um Eltern, die getrennt oder in Scheidung leben, die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder an einem neutralen Ort in Begleitung einer Fachkraft zu sehen, so dass den Eltern ein erweiterter Zugang zu ihren Kindern ermöglicht wird. Nach Sankt Augustin und Siegburg ist das Bad Honnefer Besuchs-Café das dritte in der Region. Sibylle Friedhofen, Vorstandsvorsitzende des Ortsverbandes Stankt Augustin, sagte zur allgemeinen Arbeit des Kinderschutzbundes: „Jeder kann zu uns kommen, jeder, der sich Sorgen macht, und das auch anonym.“ Sie will, dass mehr hingesehen wird, und möchte nicht bestrafen, sondern Mut machen, um Probleme präventiv in Angriff zu nehmen. Die Anlaufstelle in Sankt Augustin ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Weiter Informationen zum Deutschen Kinderschutzbund, Ortsverband Sankt Augustin: https://dksb-sankt-augustin.de/

Auf das Beratungszentrum im Kurhaus, Eingang Weyermannallee, weisen neue Schilder hin. Die Räume sind barrierefrei. Die Anlaufstelle ist durch das umfassende Beratungs- und Hilfsangebot einzigartig in der Region.

Weiter Informationen zum Beratungszentrum: Frühe Hilfen und präventiver Jugendschutz des Jugendamtes der Stadt Bad Honnef, Marion Kramer, Rathausplatz 1, 53604 Bad Honnef, Telefon 02224/184-271, E-Mail marion.kramer@bad-honnef.de . Ein Flyer mit der Übersicht der Angebote ist unter anderem im Rathaus der Stadt Bad Honnef erhältlich.