400 hochwertige Masken dank Freundschaft über 8.000 Kilometer

Insgesamt 400 hochwertige Schutzmasken aus China hat Prof. Dr. Rolf D. Cremer dem Bündnis Familie übergeben.

Insgesamt 400 hochwertige Schutzmasken aus China hat Prof. Dr. Rolf D. Cremer dem Bündnis Familie übergeben.

Ungebrochen hoch ist bundesweit der Bedarf an hochwertigen, medizinischen Schutzmasken für die Mitarbeiter des Gesundheitswesens. So hoch, dass Schutzmasken in kleineren Stückzahlen – sofern überhaupt verfügbar – am freien Markt zu horrenden Preisen gehandelt werden. Arztpraxen, Pflegedienste und andere Gesundheitsberufe sind jedoch auf die professionellen Schutzmasken angewiesen, um sich und Mitarbeiter zu schützen und somit die Gesundheitsversorgung aufrecht erhalten zu können. Das gilt selbstverständlich auch für Bad Honnef, erklärt Laura Solzbacher vom Bündnis Familie Bad Honnef. Das Bündnis versorgt derzeit über 60 Arztpraxen in Bad Honnef mit gespendeten Schutzmasken, Mund-Nasen-Schutz und Alltagsmasken.

Entsprechend groß war die Freude, als sich Prof. Dr. Rolf D. Cremer vor wenigen Tagen meldete und eine Spende über 400 professionelle, medizinische Schutzmasken angekündigte. Eine Spende, die von vertrauensvoller und tiefer Freundschaft über eine Distanz von 8.000 Kilometern Entfernung zeugt: Am 20. März hatte sich Prof. Ding Yuan, Dekan und Vize-Präsident der chinesisch-europäischen Wirtschaftsuniversität CEIBS in Shanghai, bei Prof. Cremer erkundigt, wie es angesichts der Coronapandemie um die Gesundheit seines langjährigen Freundes stünde. Cremer hatte Ding von der renommierten Business School HEC in Paris nach Shanghai geholt, wo Ding seit fünf Jahren sein Nachfolger ist. Im E-Maildialog kam die Frage auf, ob in Deutschland noch hochwertige medizinische Schutzmasken benötigt würden, erklärt Prof. Dr. Rolf D. Cremer: „Ende März war in China absehbar, dass dort der Bedarf an medizinischen Schutzmasken zurückgehen würde. Also bot mir Ding Yuan eine schnelle und unkomplizierte Spende von 400 hochwertigen Schutzmasken an.“ Am 31. März wurde die Spende in Shanghai dem Paketdienst übergeben, bereits am 3. April in Deutschland aus dem Flugzeug geladen und dem Deutschen Zoll zur Bearbeitung übergeben. „Dann wurde es kompliziert“, fasst es Cremer zusammen: „Es dauerte schließlich vom 3. April bis zum 24. April, fünf Telefonate und drei schriftliche Erklärungen zu immer neuen Details, bis der Paketdienst die Sendung mit den dringend benötigten Masken schließlich am 24. April zustellen durfte.“ Schließlich wurden auch noch 24,17 Euro Zollgebühren für die Spende fällig, berichtet Cremer, „aber: Ende gut, Alles gut.“

Prof. Dr. Rolf D. Cremer (von links) übergab die gespendeten Masken an Laura Solzbacher vom Bündnis Familie Bad Honnef. Nadine Batzella, Fachdienstleiterin Soziales und Asysl, und Bürgermeister Otto Neuhoff dankten für den persönlichen Einsatz für die Spende aus China.

Prof. Dr. Rolf D. Cremer (von links) übergab die gespendeten Masken an Laura Solzbacher vom Bündnis Familie Bad Honnef. Nadine Batzella, Fachdienstleiterin Soziales und Asysl, und Bürgermeister Otto Neuhoff dankten für den persönlichen Einsatz für die Spende aus China.

„Sehr gut sogar“, ergänzt Laura Solzbacher vom Bündnis Familie Bad Honnef: „200 der insgesamt 400 Masken sind nach FFP2 und KN95 zertifizierte Masken, die eine hohe Filterwirkung haben und somit auch die Träger vor dem Coronavirus schützen. Diese Schutzmasken sind bei den Arztpraxen in Bad Honnef buchstäblich heiß begehrt. Derzeit steigt aber auch die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln wieder an.“ Bürgermeister Otto Neuhoff und Nadine Batzella, die als Fachdienstleiterin Soziales und Asyl die Verteilung der gespendeten Masken gemeinsam mit dem Bündnis Familie koordiniert, zeigten sich vom privaten und beispielhaften Engagement von Prof. Cremer begeistert. Bürgermeister Otto Neuhoff dankte Prof. Cremer und ließ seinen ausdrücklichen Dank an Prof. Ding Yuan in Shanghai ausrichten: „Wir haben in den vergangenen Wochen lernen müssen, dass das Virus leider keine Grenzen kennt. Wir haben aber auch erleben dürfen, wie buchstäblich grenzenlos Menschlichkeit und auch Freundschaften sein können. Gerade in dieser Krisenzeit sind das viele kleine und zugleich wunderbare Erlebnisse der Solidarität, für die ich im Namen der Bürgerinnen und Bürger meinen ganz herzlichen Dank ausspreche.“